Blickmaschinen

Programm: Themen für Schulklassen

Themen für Schulklassen

Thema 1: Bewegte Bilder – Von Lebensrad und Wundertrommel

blickmaschinen Wunderscheibe, Wundertrommel, Lebensrad / Täuschungsseher und Daumenkino – lange vor der Erfindung des Films kam Bewegung in die Bilder. Die ersten optischen Spielzeuge um 1830 beruhten auf der Entdeckung der Nachbildwirkung des Auges. Die einfachen und nachvollziehbaren Mechanismen machen sich auch zeitgenössische Künstler zunutze, wie Miguel Rothschild mit seiner Geschichte „Die Familie Mustermann“, die er in 67 (!) Daumenkinos inszeniert.

Bastelanleitung für Wundertrommel, Rollkino, Lebensrad: hier (als pdf Vorlage)

Führung zu „Bewegte Bilder“ (Dauer 60 Minuten)
Praxis: Bau von Wundertrommel, Lebensrad, Daumenkino oder Wunderscheibe. (Aufgrund des Zeitaufwands kann die praktische Arbeit im Museum nur begonnen und sollte im Unterricht fortgeführt werden. Führung mit Workshop 90 Minuten)

Für alle Altersgruppen.


Thema 2: Der Schatten – Doppelgänger und Eigenwesen

blickmaschinen Der Schatten, eigentlich nur der nicht beleuchtete Raum hinter einem Körper, ist ein Mysterium. Flüchtig und nicht greifbar, werden ihm allerhand Eigenschaften zugesprochen. Der Schatten kann aufschlussreicher sein als das Objekt. Seit der Romantik sind Schattenbilder sehr beliebt, davon zeugen Silhouettenbilder, Handschattenkarten oder subversive Schachspiele: Bauern und Läufer, die zuerst im Spiel geopferten Figuren, tragen im Schatten das Profil Napoleons. Der vieldeutige Charakter des Schattens scheint auch spektakulär im Werk der brasilianischen Künstlerin Regina Silveira auf.

Führung zum Thema „Schatten“ (Dauer 60 Minuten)
Praxis: Spiel mit Handschatten, Herstellung eigener Silhouetten, Bau von Schattenobjekten. (Führung mit Workshop 90 Minuten)

Für alle Altersgruppen.


Thema 3: Guckkasten – Der Blick in die Tiefe

blickmaschinen Guckkasten und Camera Obscura – beide wollen die Welt auf unterschiedliche Weise naturgetreu wiedergeben: Beim Hineinsehen in den Guckkasten eröffneten sich zu Beginn des 18. Jahrhunderts dem Betrachter perspektivische Ausblicke von bislang unbekannter Tiefe, hervorgerufen durch kulissenartig gestaffelte Guckkastenblätter. Die Camera Obscura bündelt das durch ein Loch hineinfallendes Licht seitenverkehrt auf der gegenüberliegenden Wand und zeigt die Welt auf dem Kopf. Der Künstler Roland Stratmann baut einfache Camerae Obscurae aus Pappkartons, mit denen die Besucher ihr Umfeld betrachten können. Die Gesetze der Optik werden auf einfache Weise sichtbar.

blickmaschinen • In der Führung stellen wir Guckkasten, Kulissentheater, Camera Obscura, Stereobilder und Kaleidoskop vor. (Dauer 60 Minuten)
Praxis: Bau von Camera Obscura, Guckkasten oder Kaleidoskop. (Führung mit Workshop 90 Minuten)

Für alle Altersgruppen.


Thema 4: Zeichenhilfen – Das perfekte Abbild

blickmaschinen Die Entdeckung der Zentralperspektive bestimmt die europäische Bildgeschichte. Sie täuscht Raum auf der Bildebene vor. Ihre Erfindung zwischen 1400 und 1500 leitete eine neue Zeit ein. Um perspektivisch exakt zu zeichnen, bedienten sich die Künstler verschiedener Zeichenhilfen. Albrecht Dürer (1471-1528) benutzte einen Holzrahmen mit einem Netz aus schwarzen Fäden, durch das er das Motiv auf die Zeichenfläche übertrug. Ein anderes Hilfsmittel war die Camera Obscura. Optiker und Physiker Johannis Zahn veröffentlichte ein Standardwerk über das Gebiet der Optik.

Führung: Zentralperspektive, Camera Obscura, Anamorphose. (Dauer 60 Minuten)
Praxis: Rasterzeichnung, Zeichnen mit Bildrahmen, Konstruktion einer einfachen Zentralperspektive. (Führung mit Workshop 90 Minuten)

Für Jugendliche.


Thema 5: Täuschungsbilder

blickmaschinen Richtig oder falsch herum? Parallel zum Aufkommen der perspektivischen Gesetze gab es die Lust, sie gegen den Strich zu bürsten. Wendeköpfe, die oben und unten verkehren, Landschaftsdarstellungen, die beim seitlichen Neigen des Kopfes Gesichter erscheinen lassen, zeugen von dem Vergnügen an dem Spiel mit Verwandlung. Der südafrikanische Künstler William Kentridge greift auf die Technik der Anamorphose zurück. Die auf einer wirbelnden Flugbahn drehenden Motive seiner Animation sind nur in einem spiegelnden Metallzylinder zu entschlüsseln. Die Malerin Margarete Hahner entwickelt ihre Bilderfolgen zu einem malerischen „Morphing“, das sich von Bild zu Bild kontinuierlich weiterentwickelt.

Führung: Vexierbild, Wendeköpfe, antropomorphe Bilder, Anamorphosen, Porträtspiele, Morphing. (Dauer 60 Minuten)
Praxis: Zeichnen/Malen von Täuschungs- und Verwandlungsbildern (Führung mit Workshop 90 Minuten)

Für alle Altersgruppen.


Informationen und Anmeldung

Führung (Dauer 60 Minuten):
32 Euro je Gruppe plus Eintritt.

Führung mit Workshop (Dauer 90 Minuten):
32 Euro je Gruppe plus Eintritt. Ab 20 Schülern werden zwei Gruppen gebildet.

Eintritt:
Eintritt im Klassenverband: 1 Euro je Schüler; 2,10 Euro je begleitendem Lehrer;
mit Schuljahreskarte frei (Preis: 130 Euro, Grundschulen 75 Euro).

Anmeldung/ Terminbuchung bitte 14 Tage im Voraus:
Sekretariat des Museums für Gegenwartskunst,
Gudrun Afflerbach, Monika Pertzsch, Karin Holzhauer
Mo bis Do: 9.00 bis 15.00 Uhr; Fr: 9.00 bis 12.00 Uhr
info@mgk-siegen.de, Tel. 0271-40577-10

Auf Wunsch öffnen wir außerhalb der Öffnungszeit auch schon ab 10 Uhr.

Fachberatung Kunstpädagogik:
Karin Puck 0271 – 405 77 14,
puck@mgk-siegen.de

weitere Termine

Museum für Gegenwartskunst Siegen
23. November 2008 - 10. Mai 2009
Blickmaschinen / Visual Tactics

Mücsarnok / Kunsthalle, Budapest
19. Juni - 23. August 2009
Pillanatgépek

Centro Andaluz de Arte Contemporáneo, Sevilla
17. September - 22. November 2009
Máquinas de mirar




Veranstaltungen:

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News:



Blickmaschinen wird großzügig gefördert durch die Kulturstiftung des Bundes und die Landesregierung Nordrhein-Westfalen

Gefördert durch die
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Der Ministerpräsident des Landes Nordrhein-Westfalen
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Die Präsentation ist eine Ausstellung im Rahmen des Projektes Visuelle Taktiken/ Visual Tactics und wird gefördert durch das EU-Culture Programme.

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Weiterer Förderer ist Pro Helvetia:

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