Blickmaschinen Symposium

Abstract

Cornelia Kemp - Bilder vom Mond


Unser Bild vom Mond ist auf das engste mit der Geschichte der Bildmedien verknüpft. Mit Galileis Blick durch das Fernrohr setzt die instrumentell vermittelte Betrachtung des Erdtrabanten ein, zu der sich im 19. Jahrhundert die Fotografie als apparatives Medium der Bildspeicherung gesellt. Mit der Erkundung des Mondes durch die Raumfahrt und zu guter Letzt durch die Bilder "vor Ort" ergeben sich weitere Dimensionen der Sichtbarmachung. Der Bilddiskurs verfolgt die Frage nach der Evidenz der Mondbilder in Zeichnung und Fotografie und damit auch das Verhältnis von Sein und Schein zwischen wissenschaftlichem Anspruch und künstlerischer Aneignung. Einen ganz eigenen Ansatz hat der Lichtkünstler James Turell gewählt, in dessen Roden Crater der reale Mond auf höchst artifizielle Weise ins Medium des Bildes zurückkehrt.

Dr. Cornelia Kemp, geb. 1952 in München. Studium der Kunstgeschichte, Geschichte und Volkskunde in Tübingen und München. Freiberufliche Mitarbeit an verschiedenen Forschungsprojekten, Publikationen und Ausstellungen. Seit 1990 Konservatorin für Foto + Film am Deutschen Museum in München.

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